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PM-MD14


Fünf Kopfverletzungen, die meisten davon Nasenbrüche und Platzwunden, verursacht durch Schläge mit Schlagstöcken und Polizeihandschuhen.

Extremitätenverletzungen waren Brüche an den Armen durch Gewalteinwirkung mit Schlagstöcken, so wie auch mehrere Knieverletzungen und offene Wunden von z.T. herbeigeführten Stürzen.

Mehrere Gelenkverletzungen und Überdehnungen durch sogenannte Schmerzgriffe, ein Handgelenk warscheinlich dauerhaft geschädigt.

Es kam zu einer Verletzung im Bauchbereich wieder durch Gewalteinwirkung mit Schlagstock.

Aufgrund der erlebten Gewalt musste eine Person psychologisch betreut werden.

Viele Personen mussten aufgrund der einwirkung von Pfefferspray versorgt werden.

Gegen Abend gab es Verletzte durch Angriffe von Nazis, die sich als Zivilpolizisten ausgaben.

Eine Polizistin wurde von Demosanitätern versorgt, diese war ausgerutscht und hatte sich dabei das Wadenbein gebrochen.




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Nachtrag:

Eine absolute Zahl an Verletzten zu bekommen, ist leider nicht möglich.

Wir können nur von den Verletzten bzw. Verletzungen berichten, die uns die Sanitätsteams mitgeteilt haben.

Man darf davon ausgehen, dass bei uns ca 30-40% der Verletzten auffallen, der größte Teil bleibt unbekannt. Das liegt unter anderem daran, dass nicht alle Sanitäter_innen sich bei uns melden und sehr viele Verletzte mittlerweile von den Aktivisten selber versorgt werden und dass viele Verletzungen einfach nicht behandelt oder erst viel später bemerkt werden. (Hämatome, innere Verletzungen durch Hiebe mit Tonfa, Schädel-Hirn-Trauma etc.)

Die von uns veröffentlichten Zahlen sind die minimal bestätigten. Reelle Zahlen werden um ein vielfaches höher liegen. (2-3x höher)

Die Zahlen unseres ersten Berichts werden hiermit nach oben korrigiert, Bagatellen sind nicht mit aufgeführt:



1 Kopfplatzwunde Z.n. Tonfa

2 Nasenfraktur

4 vd. Nasenfraktur, tlw. mit heftiger Blutung

1 PTSR

2 Blutige Hand

1 Ellbogen

2 vd. Unterarmfraktur

1 Bänderdehnung Arm

1 Muskelzerrung und Verstauchung Arm und Ellbogengelenk, Z.n. Polizei

1 Gebrochenes Wadenbein → Polizistin

4 Knieverletzungen

1 Prellung Schienenbein

1 Bauchverletzung Z.n. Tonfa

1 Kreislaufdysfunktion (Schock)

3 Muskelkrämpfe

1 Kopfschmerzen

1 Schnittwunde




Allgemein werden Menschen, die auf oder am Rande von Demonstrationen verletzt werden, sich selten in Krankenhäusern behandeln lassen, da es dort immer wieder zu Übergriffen durch die Polizei kommt, die pauschal jeden, der in das Schema (Alter, Kleidung, Verletzungsmuster, etc) passt, abfängt. Das Krankenhauspersonal weiß sich dabei oft auch nicht zu helfen.

Dies ist nicht die Regel, aber in der Vergangenheit immer wieder vorgefallen. Üblicherweise bekommen Menschen, die während eines Demonstrationsgeschehens verletzt wurden, auch eine Anzeige. (Die Logik dahinter ist die, dass sich ja nur Menschen verletzen bzw. verletzt werden, die gewalttätig Widerstand leisten.)

Auf der anderen Seite berichtet die Polizei peinlich genau die Verletzungen, die in ihren Reihen zu verzeichnen sind. Welche Verletzungen das sind und woher diese rühren, wird zu selten veröffentlicht.

Für weitere Fragen stehen wir unter sanizentrale@notraces.net zur Verfügung.


Legende:

PTSR = Posttraumatische Stressreaktion (Pressedeutsch "Schock")

vd. = Verdacht auf

Z.n. = Zustand nach